Leser-E-Mail zum Vorlesetag am 13.11.2009

Sehr geehrte Frau Hensel,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Schön, dass die Aktion dieses Jahr wieder stattfindet. Wir freuen uns sehr über Ihr wiederholtes Engagement für dieses Projekt.
Sollte es noch Fragen oder Anregungen geben, melden Sie sich gern!

Freundliche Grüße aus Mainz
Benjamin Fröhlich Rodrigues

Leserbrief zur Lesung "Die Essenz" von Frank Ahnert an der FGSE 

Vom Sporttherapeuten zum Autor Lesung an der Universität

Sehr geehrte Redaktion der Volksstimme,

Am Donnerstagabend, den 11.06.09, hielt der Sporttherapeut und Autor Stefan Frank Ahnert „Audienz“ in der der Universität Magdeburg, um aus seinem Werk „Die Essenz“, erschienen im SichVerlag, zu lesen.

Da ich nach meinem Abitur „ Kreatives Schreiben und Literatur“ studieren möchte, wollte ich mir diese Lesung nicht entgehen lassen.

Schon mit seinem einleitenden Gedicht „Schrei der Wut“ begeisterte er. Entschlossen, mit Nachdruck und einem schauspielerischen Talent trug er vor, was er zu Papier gebracht hatte, überzeugte dabei uns junge Zuschauer. Mit scheinbarer Leichtigkeit verwandelte sich der eigentliche Sporttherapeut vom Dichter zum Erzähler einer Kurzgeschichte, lies den gebannten Zuhörer schmunzeln, indem er geschickt seine Stimme das ein oder andere Mal wandelte. Musikalische Untermalung unterstrichen seine Lesung, harmonierten hervorragend mit dem Gelesenen und förderten nicht zuletzt das Interesse jedes Anwesenden.

In seinem Buch setzt sich Frank Ahnert mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Er vertrat in der anschließenden anregenden, aber auch kontroversen Diskussion weiterhin seine Ansichten, die er in seinem Werk auch sehr treffend schildert. Ohne Frage war das ein literarisches Event das ich, als begeisterte Leserin nur weiter empfehlen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre treue Leserin der Volksstimme Franziska Stein

Rezension "Die Essenz"

Liebes Team des SichVerlages,

Was mich dazu bewog das Buch „Die Essenz“ von Stefan Frank Ahnert überhaupt aufzuschlagen, war dass mich schon allein das Buchcover sehr angesprochen hat. Als ich dann begann das Vorwort zu überfliegen war mein Interesse restlos geweckt. Wie oft findet man schon ein Buch, in dem ein Schriftsteller mehrerer Richtungen der Literatur vereint?
Bis dato war das für mich eine einmalige Erfahrung. Dies war nicht zuletzt der Grund, dass ich „Die Essenz“ in weniger als drei Stunden verschlungen habe.

Interessant erscheint die Aufteilung des Buches in drei entscheidende Etappen, die da heißen: „Beziehungsdrama“, „Autopsie einer Demokratie“ und „Suizid“, wobei mich der Inhalt der letzten beiden Teile am stärksten mitgerissen hat.

In dem ersten Teil „Beziehungsdrama“ beschäftigt sich Stefan Frank Ahnert auf berührende Weise mit der Liebe, wie schön und beflügelnd sie sein kann, wie sehr es schmerzt sie zu verlieren oder gar welche Last man tragen kann, wenn man liebt und geliebt wird und die Außenwelt diese Liebe nicht akzeptieren kann. Was er in „Intoleranz“ so beschreibt, dass man sich ohne Schwierigkeiten in eine solche Situation hineinfühlen kann.
Auch das Gedicht, welches direkt auf „Intoleranz“ folgt und den Namen „Unglücklich glücklich“ trägt, hat mich auf eine beklemmende und unangenehme Art berührt. Hierin erzählt er über einen Liebenden, der sich nach seiner Herzdame verzehrt, doch statt ihr ist sein ständiger Begleiter die Einsamkeit, die S. F. Ahnert als schwarzen Vogel assoziiert.
Der Liebende wartete auf ihre Ankunft, darauf, dass die Einsamkeit ihn aus seinem Griff lässt, was geschieht sobald die eine Wahre den Raum betritt. Doch so schnell sie gekommen ist, verschwindet sie wieder um den Verzehrenden mit seinen Sehnsüchten zurück zu lassen. Wieder wartet er auf sie und auch wenn er unglücklich in seiner Situation erscheint, macht ihn der süße Schmerz der Sehnsucht glücklich.
Die treffenden Worte des Verfassers nehmen den Geist beim Lesen derart gefangen, dass man nicht anders kann als ihm in seine Welt zu folgen.
Ein weiteres Werk aus dem ersten Teil, das mir nach dem ersten Lesen im Gedächtnis geblieben ist, trägt den Titel „Kampf der Titanen“, wobei es weniger die Kurzgeschichte war, die mich beim Lesen fesselte. Vielmehr war es der Fünfzeiler, der als Einleitung diente und dem Leser auf raffinierte Weise die folgende Handlung vorweg andeutet.

Einige ergreifende und treffende Dichtungen später, lässt S. F. Ahnert seine Leser in den zweiten Teil seines Werkes eintauchen, der da heißt: „Autopsie einer Demokratie“.
Diesen leitet er mit einem gelungen Text ein, den er „Aus Langeweile“ nannte und er spricht damit zweifellos jeden an, der in seinen Sommerferien schon mal aus lauter Nichtstun beinahe umkam. Und wem ging das denn wenigstens einmal nicht so?
Faszinierend ist dabei die Wandlung des Geschehens von nichts sagend – könnte man zunächst meinen – zu, wie der Verfasser es nennt, der Faszination des Grauens. Und wessen Faszination bei dieser Aussage nicht geweckt würde, der verpasst etwas außergewöhnlich Einmaliges.
Gleich an die Kurzgeschichte koppelte S. F. Ahnert ein Gedicht mit dem Namen „Schrei der Wut“, welches nicht nur durch die in ihm vorhandenen Paarreime gut zu lesen ist. Nein, es behandelt ein durchaus präsentes Alltagsproblem – die Menschen sehen bei Dingen fort, vor denen sie sich fürchten. Um dies darzustellen stellte er einen  Zwerg und einen Riesen gegenüber, wobei Letzterer den ihm Unterlegenen Schmerzen zufügt. Wie dem immer so ist, schaut die grobe Masse – in diesem Fall alle anderen Zwerge – fort und niemand wagt es sich, sich dem Problem anzunehmen, bis ein weiser alter Zwerg ermahnt, sie sollen als Einheit zusammen stehen.
Mit diesem Gedicht lehrt der Verfasser eine wichtige Lektion der Moral, die jeder Einzelne in sich zu wissen glaubt, doch traut sich kaum jemand sie auch durchzusetzen.
Ein weiteres Werk aus dem zweiten Teil steht unter dem Namen „Semmelmann und Bemmelmann“, welches in sich noch in drei Abschnitte unterteilt ist. Es befasst sich im Grundlegenden mit ökonomisch korrektem Handeln und bringt damit nicht nur Menschen ins Grübeln, die sich mit Ethik beschäftigen, sondern spricht es ebenso – wenn nicht sogar noch stärker – jeden einzelnen Unternehmer an, der seiner Konkurrenz mit ruinösem Wettbewerb die Stirn bieten will.
Auch mit Kritik am Staat und dem Arbeitsmarkt hält sich Stefan Frank Ahnert wenig zurück, was an „Teufelskreis“ besonders gut gezeigt wird. Hier schildert er mehr als anschaulich die Situation, in der sich ein jeder Arbeitslose in ganz Deutschland befindet und vor der jeder arbeitende Bürger sich fürchtet – in der grauen Masse unterzugehen und im Abseits abgestellt zu werden. Nicht fähig dem „Spiel“ wieder beizutreten, da einem die beschränkten Arbeitsplätze, Bestimmungen und zu stellenden Anträge beim Arbeitsamt im Weg stehen.

Nicht zu vergessen der abschließende Part des Buches, mit dem Namen „Suizid“, der die Spannung auf das Kommende noch einmal steigert.
In dem Gedicht „Aber“ beschäftigt sich der Verfasser mit einer Frage, die nunmehr mit Sicherheit jeden Einzelnen betrifft: Was richtet der Mensch mit seinem übersteigerten Konsumverhalten und seiner Gier an? Dies schreibt er sehr treffend, doch auch er hat auf diese Frage noch keine Antwort und signalisiert mit einem: „[…] aber…“ (Zitat aus „Die Essenz“ von Stefan Frank Ahnert, Seite 68), dass Dranbleiben sich auf jeden Fall lohnen wird.
Darauf folgend eine Kurzgeschichte, die sich „Der Playboy“ nennt und die wahrscheinlich nicht nur mich an die Weltmacht unter G. W. Bush erinnert. Interessant dabei ist, wie Ahnert es schafft die politischen Handlungen ganz einfach auf ein Klischee der alltäglichen Interaktionen zwischen verschiedenen Personen zu reduzieren, wobei die USA den „beliebten“ Schläger darstellt. Der Konfliktpunkt allerdings erscheint, als der Anschlag auf das World Trade Center angedeutet wird, der bekanntlich schwerwiegende und tragische Verluste mit sich brachte. Dennoch schafft der Schreiber es die ganze Handlung wie einen kindischen Streit erscheinen zu lassen, den ursprünglich mächtige Nationen untereinander Austrugen und dessen Folgen noch bis heute zu spüren sind.
Die Arbeit, die auf mich persönlich den größten Eindruck hinterlassen hat, ist „Fabelhaft“, wobei der Titel an sich schon Programm ist. Ich mag es sehr, dass Ahnert sich dabei für seine Handlung an Tieren bedient hat und sie, wie es auch in den Fabeln generell üblich ist, auf ihre zugeordneten Eigenschaften reduziert hat. Und wie es am Ende bei jeder Fabel sein muss, hat man wieder eine Lektion für’s Leben gelernt.
Das sich S. F. Ahnert sich an dieser alten Methode des Schreibens orientiert hat, hat mich außerordentlich beeindruckt und erfreut, da das Schreiben von Fabeln nunmehr beinahe ausgestorben zu sein scheint, was das Buch „Die Essenz“ wiederum so einzigartig macht.

Stefan Frank Ahnert bedient sich über 121 Seiten unterschiedlichsten Werkzeugen um dem Leser auf verschiedenste ökonomische, moralische und auch soziale Probleme aufmerksam zu machen. Dabei nutzt er nicht nur bedrückende Dinge wie den Umstand des Brudermordes zwischen Kain und Abel, aus der Bibel, in der Kurzgeschichte „Vermeintliche Vergangenheitsbewältigung“ sondern auch unterhaltsame Elemente, wie bei „Idiotie von den giftigen Pilzen“, wo er eine Art Parodie auf den Vater Staat und seine Unlogik kreiert, die jeden mitreißt.
Die Mischung aus Prosa und Lyrik wirkt unglaublich fesselnd und beschleunigt das Lesen, durch die fremde Zusammensetzung beider Elemente. Genauso beeindruckt der Einbau verschiedener kurzer Dichtungen am Anfang, Ende oder in Mitten der Texte, die teils von Stefan Frank Ahnert selbst verfasst und teils von bedeutenden historischen Personen zitiert wurden – allerdings erscheinen sie derart passend, dass man glauben könnte, sie wäre nur für dieses Buch gedacht.
Das Zusammenspiel all dieser verschiedenen Bauteile und der ungewöhnliche Schreibstil des Autors machen „Die Essenz“ zu einem einzigartigen Leseerlebnis, dass ich nicht mehr missen möchte.

Franziska Stein
Schülerin der Klasse 12
WirtschaftsgymnasiumMagdeburg

Magdeburg, 03.06.09

Leserstimmen zu "Ich lasse los" von Christof Langholf
Das grundlegende Praxis- und Erfahrungsbuch zur Releasingmethode

... Schon beim Lesen habe ich Heilung erfahren. Herzlichen Dank für dieses Meisterwerk!
-- eine Leserin aus Karlsruhe per Email

... Für interessierte Laien ist dieses Buch ebenso bewusstseinserweiternd, inspirierend und an sich selbst praktisch nachvollziehbar wie für Psychologen und Therapeuten. Weisheit, Humor, reiche Lebens- und Berufserfahrung zeichnen den Autor aus; Systematik, Verständlichkeit, differenziertes Fachwissen und Praxisnähe machen sein Buch zu einem Handbuch, in dem m nachlesen wird.
-- Elisabeth W. Heilpraktikerin, Psychotherapie

"Die Essenz" - vielfältige Sichtweise der Menschlichkeit ...

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Ahnert,

nach fast einem Jahr halte ich "Die Essenz" in den Händen und bin wieder
einmal in die vielfältige Sichtweise der Menschlichkeit oder Unmenschlichkeit vertieft.

Es war das erste Mal, dass mich ein Autor insbesondere mit Lyrik
beeindrucken konnte. Nach einigen kurzen Auszügen bekam ich Neugier auf den gesamten Inhalt. Und der hat mich erwartungsgemäß nicht enttäuscht. Jetzt bin ich wieder mittendrin und kann mich der Thematik nicht entziehen.

Sich so einem außerordentlichen Thema anzunehmen, stelle ich mir unendlich vor. Wo anfangen, was ist wichtig für die Prägung des Menschen, Ursache " Wirkung, der Mensch mit seinen Stärken und Schwächen? Das alles komprimiert auf 120 Seiten. Ich finde es mehr als gelungen. Am Ende freut es mich zu sehen, dass der Autor mit den Menschen versöhnlich ist. Wie erging es diesem Buch in diesem Jahr? Ich weiß wie schwer es ist anspruchsvolle Literatur der breiten Masse näherzubringen. Leider, leider.

Ich selber bin ständig auf der Suche nach einem Buch, das, wenn ich es
aufschlage, mich nachdenklich macht, mein Weltbild formt, mich mit einer
wunderschönen deutschen Sprache fasziniert oder mich einfach nur aus dieser Natur entfremdeten, lauten, technisierten Welt entführt. Aber ich werde immer wieder fündig, so wie mit der "Essenz"

Es würde mich freuen in Zukunft etwas Neues von St. Ahnert zu hören
(lesen)!.

Mit freundlichen Grüßen

Beatrice Merten
mertenb(at)hno.salvator-kh.de


Hallo Herr Sich,

immer noch ist mir die Buchlesung im Gedächtnis und auch immer wieder mit anderen im Gespräch gegenwärtig. Es war eine sehr berührende und
nachdenkliche Lesung für viele Besucher, die ich gesprochen habe. Anbei der Presseartikel, der in der letzten Woche auf der Halberstadtseite der
Volksstimme erschienen ist. Mein Sohn und Frau Sowa hatten noch einen
Leserbrief geschrieben, die leider noch nicht erschienen sind. Es erscheint
mir unwahrscheinlich, dass diese noch erscheinen.
Ich hänge beide noch mit an, vielleicht können Sie diese verwenden.
Ich möchte Sie bitten, Frau Kückelhaus nochmals recht herzlich für diesen
nachdenklichen und außergewöhnlichen Abend zu danken, den Sie mit ganz viel Herz und Ausstrahlung gestaltet hat. Dank auch Ihnen und Frau Hensel für Ihr Dasein. Der Abend war auch für die Arbeit des Hospizvereins eine gute Öffentlichkeitsarbeit.
Mich interessieren noch die Foto´s, die Sie am Abend der Buchlesung gemacht haben. Vielleicht ist es möglich, eins für unsere Dokumentation zu mailen.

Herzliche Grüße aus Halberstadt
Anita Freff

Hallo Herr Sich,

hier ist noch der Link der Online Ausgabe der Volksstimme zur Buchlesung:
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokales

und der Link der Homepage vom Kinoclub wie am Abend der Lesung berichtet:
http://www.mickey07.com/kinoclub/Vorschau.html

Mit freundlichem Gruß

Oliver Freff (Sohn von Frau Freff)

Sehr geehrter Herr Sich, sehr geehrte Frau Kückelhaus!

Vor kurzem bekam ich Ihr Buch zum Geburtstag geschenkt und habe mich sehr darüber gefreut. Ich hatte Frau Kückelhaus in der Fernsehsendung beim MDR im April 2007 gesehen und war bereits da von ihrem Schicksal sehr ergriffen. Ich bin ein eifriger Leser und lese seit meiner Kindheit, doch so ein Buch ist mir noch nicht "unter die Finger" gekommen.
Ich möchte deshalb diesen Weg nutzen, um Ihnen meine Hochachtung zu diesem Buch mitzuteilen. Herr Sich, Sie können sich selbst gratulieren, dieses Buch trotz aller Zweifel am Anfang doch veröffentlicht zu haben. Und Frau Kückelhaus, Ihnen kann ich nur meinen Glückwunsch zu diesem Meisterwerk mitteilen. Ihnen ist gelungen, wonach so manch anderer Schriftsteller vergeblich sucht.
Das Buch geht ans Herz, vor allem, wenn man selbst Kinder hat. Ich war weder in der Lage, es wegzulegen, noch die Tränen aufzuhalten. Und das muss einem erst einmal mit Worten gelingen. Ich kann nur sagen, Elisa wäre stolz auf Sie, da bin ich mir ganz sicher.
Alles, alles Gute auch weiterhin und noch viele gerührte Leser,
wünscht Ihnen
Anja R.


Lesung vom 06.12. an der Astrid Lindgren Schule Gutenswegen



Gästebucheintrag zum Nikolauslesung mit Oda Kückelhaus [ Fotos ]


Marathon Lesen – eine Veranstaltung des Magdeburger SichVerlages

Am 23. Oktober war bundesweiter Vorlesetag. Zu diesem Anlass veranstalteten Ursula Hensel und Wolfgang Sich vom Magdeburger SichVerlag einen Vorlesemarathon in den Räumen des Forum Gestaltung in Magdeburg.
Von 11 Uhr bis 23 Uhr lösten sich zahlreiche Autoren mit ihren Buchlesungen ab, darunter Oda Kückelhaus, die aus ihrem Buch „Blauer Vogel wird fliegen“ las. Bekannte und weniger Bekannte lasen. Ich selbst bin sogar aus meinem Dorf nahe Salzwedel angereist, um selbst zu lesen und Kollegen zu hören.
Wir trudelten erst am Nachmittag ein, hatten aber noch genügend Gelegenheit, um uns von den Texten verzaubern zu lassen. Gerald Fiedler stellte sein brandneues Kinderbuch „Conrad Chamäleon“ vor, das tatsächlich erst am selbigen Morgen gerade noch rechtzeitig aus der Druckerpresse gekommen war. Gerald Fiedler erzählt die Geschichte eines Chamäleons, dessen Problem darin besteht, aufgrund seiner Tarnfähigkeit immer unauffindbar zu sein, wobei das eigentliche Thema des Buches die Freundschaft ist. Seine Lesung fand sehr viel Anklang und einige bezeichneten es als „das beste Kinderbuch überhaupt“.
Eine schöne Überraschung bot der Gymnasiast Alexander Mook, der ein satirisches Essay vortrug, das nach eigener Angabe gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. „Ich schreibe einfach, um mich abzureagieren“. Es war seine erste Lesung, doch er machte seine Sache so gut und der Text erwies sich als so überraschend wortgewaltig, dass die Zuhörer ein ums andere Mal in schallendes Gelächter wegen der satirisch zynisch vorgetragenen Situationskomik ausbrachen. Meine eigene Lesung hat mir auch viel Spaß gemacht, aber das beste an dieser Veranstaltung war für mich die Atmosphäre von Offenheit, Kreativität und der freundlich familiäre Umgang unter den Autoren.
Mein eigenes Buch „Der Wendepunkt der Angst“ wird im kommenden Jahr im SichVerlag erscheinen und ich habe ein sehr gutes Gefühl damit. Ein Projekt, das mit so viel guter Energie, gegenseitigem Respekt und Freundlichkeit bestartet wird, wie ich es bei diesem Verlag stets erlebe und wie es sich auch auf diesem Lesungstag entfaltete, das kann nur von Erfolg gekrönt werden. Schön war auch der Auftritt einer kleinen Studentenaustauschgruppe aus Mexiko. Die jungen Leute tanzten und sangen für das Publikum und berichteten von ihren Erfahrungen in unserem Lande. Auch wenn ihr Gesang vielleicht ein wenig schräg war, so verbreiteten sie dabei jedoch so viel Fröhlichkeit, dass wir alle begeistert Beifall zollten.
Ich konnte nicht alle Lesungen hören. Als ich gerade eintrat, las eine junge Frau die Geschichte des blassblauen Wellensittichs und seiner überraschend hohen Nachkommenzahl. Eine süße Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Ursula Hensel und Wolfgang Sich kümmerten sich die ganze Zeit über um ihre Autoren wie gute Gastgeber und sorgten durch ihren unermüdlichen Einsatz dafür, dass sowohl die Leser als auch das Publikum sich wohl fühlten an diesen Tag. Es gab auch viele gute Gelegenheiten, interessante Menschen kennen zu lernen wie zum Beispiel den Psychologen Michael Kasper, der mir einen wertvollen Tipp für mein neues Buch mit auf den Weg gab. Ich persönlich liebe es, Menschen kennen zu lernen. Wenn es Ihnen ebenso geht und Sie auch gern einmal ein gutes Buch hören, kommen Sie doch einfach zur nächsten Lesung des SichVerlages. Sie werden sehen, es lohnt sich.
Kim Barkmann
De Wise Fru von Altensalzwedel


Bundesweiter Vorlesetag 23.11.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich heute mit einem Leserbrief an Sie, weil ich mich sehr wundere und dieser Verwunderung gern Ausdruck verleihen möchte.
Am 23.11. 2007 fand hier bei uns mitten in Magdeburg im Forum Gestaltung eine einzigartige Veranstaltung statt und ich kann kein Wort darüber in meiner Tageszeitung lesen. Warum?
Ich wurde via Internet auf diese Veranstaltung, die ich im übrigen liebvoll organisiert fand, aufmerksam und nahm sehr neugierig daran teil. Neugierig, da das Vorlesen, leider auch das Lesen selbst, etwas aus der Mode zu kommen scheint. Doch was gibt es Schöneres als sich vorlesen zu lassen. Ich war erstaunt, wie rege die Teilnahme war. Von 11 Uhr bis 23 Uhr konnte jedermann in einer Art Vorlesmarathon 10 Minuten vorlesen und eine vielfältige Vorleserschar stellte sich ein.
Von der Märchenstunde für die Kleinen, wo die Autorin Oda Kückelhaus Geschichten aus dem Feenland erzählte und damit die Kinder verzauberte bis hin zu Lesungen am Abend war der ganze Tag für mich ausgefüllt mit interessanten Darbietungen in Sachen Literatur.
Erzählungen aus Lieblingsbüchern, Gedichte und Geschichten, mal lustig, mal traurig, stets zum Nachdenken anregend.Besonders beeindruckt haben mich die Vorleser, die selbstgeschriebene Worte preisgaben, wie zum Beispiel die 80jährige Frau Taatz, die aus ihrer Biografie vorlas.

Namenhafte Magdeburger Autoren haben natürlich nicht gefehlt und so konnte man Gerald Fiedler mit seinem Kinderbuch "Conrad Chamäleon" erleben, Titus Simon und Prof. Gerald Wolf mit spannenden Krimigeschichten und, und, und. Es wären viel mehr Vorleser nennenswert, weil wirklich jeder mir Herzblut dabei war.Das musikalische Rahmenprogramm und die Moderation des Herrn Sich waren erfrischend und der Ort, das Forum Gestaltung, perfekt gewählt.
Als an Literatur und Kultur interessierte Magdeburgerin bin ich froh darüber, daß es Menschen gibt, die den Mut haben eine solche Veranstaltung zu inszenieren und ich wünschte mir mehr davon.
Mein Dank für dieses besonders schöne Erlebnis gilt daher an dieser Stelle dem Sich-Verlag und dem Team vom Forum Gestaltung um Herrn Pohlmann.
Ich hoffe, daß ich zukünftig auch in meiner Volkstimme über solche "Kostbarkeiten" lesen kann.
Mit freundlichem Gruß Claudia Becker

Antwort Verlag:
Sehr geehrte Frau Becker,
vielen Dank für die Zusendung Ihres Leserbriefes an die "Volksstimme".
Tatsächlich ist nur eine kurze Mitteilung in der "Volksstimme", durch den Redakteur Herrn Liesmann, erfolgt. Und am Tag der Veranstaltung hat der mdr Rundfunk eine Ankündigung gesendet.Über das Vormittagsprogramm mit den Kindern berichtete kurz der mdf im abendlichen Programm.Literatur dient leider/ oft nur noch dem Kommerz und ist von Interesse sofern "Prominente" lesen.
Wir halten uns auch im nächsten Jahr wieder an dieses Konzept:
"Viele Stimmen, viele Texte".

Bereits eingegangene Anmeldungen, auch von Prominenten, u.a. Kati Karrenbauer (Schauspielerin und bekannt aus der RTL- Serie Frauenknast") liegen schon für unseren Lesemarathon 2008 vor.

Einen schönen 1. Advent.
Unser Dankeschön an Sie: "Der Stadionmörder" von Titus Simon.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Sich


Hallo Ursula, hallo Wolfgang,
ich wollte euch noch mal zum gelungenen Vorlesetag gratulieren, ich fand es toll. Schöne Geschichten und das "Männerbuch" muss ich noch immer schmunzeln...

Lasst es euch gut gehen!
Liebe Grüße,
Andrea

[Wolfgang Sich] Antwort:

Hallo Andrea,
vielen Dank für die Blumen. Wir reichen diese weiter an das Team
"Forum Gestaltung" Norbert Pohlmann und die stillen Helfer.
Auch im nächsten Jahr wird es diese Veranstaltung wieder geben.
Gerne nehmen wir jetzt schon Vorschläge und Bewerbungen auf.

Viele Grüße
Wolfgang Sich


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Ahnert,

nach fast einem Jahr halte ich „Die Essenz“ in den Händen und bin wieder einmal in die vielfältige Sichtweise der Menschlichkeit oder Unmenschlichkeit vertieft.
Es war das erste Mal, dass mich ein Autor insbesondere mit Lyrik beeindrucken konnte. Nach einigen kurzen Auszügen bekam ich Neugier auf den gesamten Inhalt. Und der hat mich erwartungsgemäß nicht enttäuscht. Jetzt bin ich wieder mittendrin und kann mich der Thematik nicht entziehen.

Sich so einem außerordentlichen Thema anzunehmen, stelle ich mir unendlich vor. Wo anfangen, was ist wichtig für die Prägung des Menschen, Ursache - Wirkung, der Mensch mit seinen Stärken und Schwächen? Das alles komprimiert auf 120 Seiten. Ich finde es mehr als gelungen. Am Ende freut es mich zu sehen, dass der Autor mit den Menschen versöhnlich ist. Wie erging es diesem Buch in diesem Jahr? Ich weiß wie schwer es ist anspruchsvolle Literatur der breiten Masse näherzubringen. Leider, leider.

Ich selber bin ständig auf der Suche nach einem Buch, das, wenn ich es aufschlage, mich nachdenklich macht, mein Weltbild formt, mich mit einer wunderschönen deutschen Sprache fasziniert oder mich einfach nur aus dieser Natur entfremdeten, lauten, technisierten Welt entführt. Aber ich werde immer wieder fündig, so wie mit der „Essenz“

Es würde mich freuen in Zukunft etwas Neues von St. Ahnert zu hören (lesen)!.

Mit freundlichen Grüßen
Beatrice M.


Liebe Frau Kückelhaus, guten Tag Herr Sich,

anliegend sende ich Ihnen meinen Artikel, der heute in der Schönebecker Volksstimme erschienen ist. Weiterhin füge ich ein paar Fotos bei, die Sie vielleicht für das Gästebuch verwenden können.

Ihnen, liebe Frau Kückelhaus, wünsche ich alles Gute für Ihr neues Leben mit Jannik Elias und natürlich auch für Ihre künftige Tätigkeit. Ich bin mir sicher, dass Sie für betroffene Eltern die richtigen Worte finden, die Licht ins Dunkel bringen und aufrichten.

Einen lieben Gruß an Frau Hensel und - unbekannter Weise - an den kleinen Jannik, der ein Gottesgeschenk für seine tapfere Mutter ist.

Herzlichst
Eveline Scherf